Signatur

Signatur der Nachtschattengewächse: Venus, Saturn (wenn giftig)         Farbe: Gelbgrün und Schwarz

Silizium Bergkristall

Silizium in Form eines Bergkristalls

Die feinstoffliche Qualität der Kieselsäure wird über den Himmelsausschnitt mit dem Sternbild-Namen Widder vermittelt.

Kulturgeschichte

Solanaceae Gelber Nachtschatten

Beeren des gelben Nachtschattens

Das Silizium wird in der klassischen Düngerlehre gar nicht betrachtet. Jedoch ist es "gerührt und nicht geschüttelt" in der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise unverzichtbar. Ohne das sogenannte Präparat Hornkiesel welches nach biologischer-dynamisch Ansicht die kosmische Kraftströme (Wistinghausen 1) ) also die Leitbahnen für die überirdischen Energien (oder systemtheoretisch "Informationen") unterstütz, wäre diese Art von Landwirtschaft undenkbar. Es wird u.a. aus zermahlenen Bergkristall hergestellt.Nachtschatten Hauschka

Silizium ist in unserem Boden nichts Ungewöhnliches, (Quarz-) Sande bestehen daraus, es ist das zweithäufigste Element unserer Erdkruste. Als Grundstoff unserer Gartenböden, nennen wir seine silikatischen Verbindungen z.B. Feldspat, Quarz und Glimmer.

Als regelmäßige Kristallstruktur gewachsen, gibt es neben dem wasserklaren Bergkristall, noch den Rauchkristall, Rosenquarz und Amethyst.

Wenn man es wagt Lebewesen als Entitäten zu definieren, die Stoffe aufnehmen um sie in regelmäßige, strukturierte Körper einzubauen, dann gehören Kristalle, wie auch die aus Silizium gebildeten mit zu den Lebensformen! Nur dass sie so langsam wachsen, dass wir dies nicht erkennen. Ich meine nämlich immer dann Bewusstsein wirken zu sehen, wenn sich Formen wiederholen und gewissen Gesetzmäßigkeiten "gehorchen", also der (statistische) Zufall oder wie die Antike sagte, das Chaos, oder physikalisch gesagt die Entropie, zurückgedrängt wird. Diese Denkweise ist einigen Kulturen nicht fremd, so z.B. auch den indischen Jains oder im Animismus. Vielleicht ist es auch das, was die biologisch-dynamische Landwirtschaft über ihr Siliziumhaltiges Präparat versucht den Pflanzen zu vermitteln: Form, Gestalt und damit eine Hülle, eine Haut. Es wirkt dabei aus den kosmischen Weiten oder wie Hauschka sagt 'aus dem Umkreis' kommend nach innen.

Ich habe Silizium den Nachtschattengewächsen zugeordnet, weil es wie diese sehr wasserliebend ist, es verbindet sich mit Wasser zum Kieselgel. Kieselsäure schützt äußerlich angewendet vor dem Austrocken und dem Spröde-werden. Die "geistige" Komponente vermittelt Festigkeit und Abgrenzung, welche eine Pflanze braucht, um nicht von Pilzen durchdrungen zu werden. Und tatsächlich kann Kieselpulver (großzügig, nicht homöopathisch aufgebracht) unseren Tomaten vor Kraut- und Knollenfäule schützen.Nachtschatten Pflanzensteine

Der Schachtelhalm und die Brennnessel, enthalten viel Kieselsäure (auch in Form von sogenannten Pflanzensteinen!) und helfen als Pflanzentee gegen fäulnisbringenden Organismen allgemein. Die Solanaceaen können überhaupt keine Pflanzensteine aus Silizium bilden. Silizium als kräftigender Hüllstoff scheint ihnen fremd. Aber wenn man bedenkt, dass wir alle von uns als Nahrung genutzten Nachtschattengewächse ihrer warmen Heimat beraubt haben, dann sollte man darüber nachdenken, was sie benötigen um besser abgeschirmt zu sein.

In unseren Breiten brauchen sie mehr Schutz, undurchdringlichere Haut, ein dickeres Fell um den hiesigen Wettern gewachsen zu sein. Vielleicht macht der Einsatz von Hornkiesel, gerade bei ihnen besonders viel Sinn.

Vielleicht ist es auch möglich, winzigste Impulse für unsere Züchtung zu setzen, weil mittels des Informationsspeichers Kiesel, man denke an die technische Verwendung in Computerchips, unser Jahresrhythmus und Klima an die Pflanze vermittelt werden kann. Jetzt muss sie nur noch lernen (wollen).Nachtschatten Pflanzenfamilien mitohne Phytoliten

Obwohl fast alle Nachtschattengewächse mitunter tödlich giftig sind, entspringen dieser Familie zwei weltwirtschaftlich sehr wichtige Gemüsepflanzen, nämlich die Kartoffel und die Tomate!

Die Ureinwohner Amerikas waren am erfolgreichsten im Zähmen dieser Gewächse, denn sie nutz(t)en noch viele weitere Vertreter. Die alte Welt hat sich immerhin die Auberginen zu Eigen gemacht und vielleicht steckt ja in den Beeren des leicht giftigen schwarzen und gelben Nachtschattens doch noch ein ungeahntes Potential. In den Gärten des Vereins "Arche Noah" gibt es bereits einen ohne Bauchschmerzen verzehrbaren grünen Nachtschatten. Die Engländer kennen einen "Garden Huckleberry" (Solanum x burbankii) 2) der ebenfalls eine Zukunftspflanze sein könnte. Wenn es uns züchterisch gelingt, die Beeren zu entgiften, dannuschka

Ansonsten haben Europäer vor allem im Mittelalter eher die halluzinogenen Alkaloide (miss-) bräuchlich verwendet, welche in den meisten Nachtschattengewächsen reichlich vorhanden sind. Zu den Nachtschattenalkaloiden gehören z.B. Atropin, Hyoscamin, Scopolamin, Solanin und seit der Entdeckung Amerikas auch Nicotin. Vielleicht ist dieses negative Image der eigentliche Grund, warum manche Anthroposophen den Kartoffeln gegenüber skeptisch eingestellt sind?Nachtschatten Alkaloide und Wasser

Für Hauschka sind die Alkaloide Eiweiße, denen das Wasser entzogen wurde und die durch einen Abbauprozess entstehen, der nur den Tieren zustünde (Siehe dazu die Tabelle). Ihren Namen hat diese Giftstoffgruppe von dem arabischen "al qalia". Wie ihr Namenspate "Alkalie" sind die Alkaloide basisch und sie enthalten alle Stickstoff. Auch Pflanzen aus anderen Familien schützen ihre Sämlinge durch giftige Alkaloide. Blausäure beispielsweise ist uns von den "Kernen" der Mandel, der Aprikosen, der Cashew und auch von Apfelkernen bekannt. Weitere Alkaloide aus Gewächsen anderer Familien sind das erbgutschädliche Colchizin (Gift der Herbstzeitlosen), das Coniin (Gift des Schierlingsbechers). Alkaloide sind Produkte des sogenannten sekundären (weil angeblich nicht lebensnotwendigen) Pflanzenstoffwechsels.

Gedanken zur Fruchtfolge

Nachtschattenvertreter wachsen häufig in ihrer Heimat mehrjährig und sind damit selbstverträglicher als so manch andere Gewächse. So können sowohl Tomaten als auch Kartoffeln lange Zeit auf sich selbst folgen. Trotzdem sollte man es nicht übertreiben. Irgendwann wird ein jeder Boden müde und die Pflanzengesundheit leidet. Aber auch Paprika und Auberginen bauen Gärtner höchstens jedes zweite Jahr ins gleiche Haus. Als Fruchtgemüse brauchen sie alle ein ordentliches Quantum Stickstoff, deswegen mischt man ihre Topferden fett an oder stellt sie direkt nach einer erfolgten Düngung aufs Beet. Meiner Erfahrung nach vertragen alle sogar unreifen Kompost oder solchen der aufgrund von schlechter Führung schmierig ist. Im Erwerbsanbau folgen Tomaten, Physalis oder Paprika klassisch auf Schlangengurken, also auf Kürbisgewächse. Bei den 'Indianern' wurden Mais und Tomaten im Wechsel angebaut.

Botanik, Blütenökologie und Bestäuber

Blütenformel  *-|K(5)[C(5)A5G(2)
Zahlenmagie: Fünf, Pentagramm

Solanaceae Schwarzer Nachtschatten

Blüte eines Schwarzen Nachtsschattens

Die Blütenblätter sind häufig wie eine Glocke oder ein Trichter aus 5 Blütenblättern, die mehr oder weniger zusammengewachsen sind geformt. Sie sind radiär mit einem kleinen Hang zur Asymmetrie angeordnet. Viele Vertreter blühen gelb, seltener weiß oder lila. Die Nachtschatten-Gemüse haben einen Stempel (weibliches Blütenorgan) welcher von den 5 Staubfäden mit dicken Pollenpaketen regelrecht umschlossen ist. Der Fruchtknoten ist oberständig, steht also über den Kelchblättern, deswegen sind diese auch an den geernteten Beeren noch sehr gut erkennbar, als ob die Frucht ein Gnomenhütchen aufgesetzt hätte.

Die Früchte der von uns genutzten Gemüse sind Beeren, sonst auch Kapseln, und hängen in Trauben oder Rispen (daher Rispentomaten). Es gibt Arten mit einfachen aber auch mit gefiederten Blättern.

Die Blütenstände stehen oft einem Blatt genau gegenüber.

In unseren Breiten gibt es nur krautige Vertreter und wenige halb verholzende Stauden. Die aus der neuen Welt zu uns gekommenen Gemüse sind in ihrer Heimat mehrjährig und durchgängig wärmeliebend.

Professionell angewandte Kreuzungs- und Hybridisierungstechniken  

  • Kastration der männlichen Blütenblätter von Hand
  • Ausnutzen männlicher Sterilität

 

Gemüse und mehr

Allgemein bekannte Gemüse
  • Aubergine (Solanum melongena)
  • Kartoffel (Solanum tuberosum )
  • Kleine Tomaten (Lycopersicon pimpinellifolium)
  • Paprika (Capisicum annum)
  • Physalis-Arten (Physalis peruviana, Physalis pruinosa, Physalis ixocarpa)
  • Tomate (Lycopersicon lycopersicum)
Gemüse mit Entwicklungsbedarf oder für den Klimawandel
  • Äthiopischer Nachtschatten (Solanum aethiopicum)
  • Baumchilli (Capsicum pubescens)
  • Chichiquelite (Solanum guineense)
  • Engelstrompeten (Brugmansia abroea) 7)
  • Garden Huckleberry / Burbanks Wunderbeere (Solanum x burbankii) Chichiquelite ist ein Elterteil davon
  • Gartennachtschatten (Solanum melanocerasum)
  • Grüner Nachtschatten (Solanum opacum) aus Australien
  • Litchitomate (Solanum sisymbriifolium)
  • Pepino (Solanum muricatum)
Gründüngepflanzen

keine bekannt

Einjährige Arzneipflanzen für Jauchen, Tees und Beizen
  • Bauerntabak (Nicotina rustica) (sehr giftig, sehr starkes Insektizid)
  • Bocksdorn (Lycium pallidum) (
  • Engesltrompete (Brugmansia alba) (sehr giftig, sehr starkes Insektizid)
  • Giftbeere (Nicandra physaloides) als Abwehr gegen weiße Fliegen
  • Peperoni (Capisicum annum Longum Gruppe)
  • Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna) 8) (ist wichtige Pflanze für den Totenkopfschwärmer und andere Falter!)
  • Tabascochili (Capsicum frutescens)
  • Virginiatabak (Nicotina tabacum) (sehr giftig, sehr starkes Insektizid)
  • Zuni Wurzelstücke bei Maisaussaat zur Schädlingsabwehr) (Wolters)
Unkräuter aus aller Welt
  • Birdpepper (Capsicum annuum var. glabriusculum)
  • Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamare)
  • Gelber Nachtschatten (Solanum vilosum) N
  • Gemeiner Stechapfel (Datura stramonium)
  • Groundcherry (Phyalis subglabrata) Cocannouer
  • Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum) N