Knoblauch

Erfahrungen aus erster Hand aus Coras Garten

 

Brutzwiebelgewinnung ganz praktisch

 

Tipps für Erhalter

  • Knoblauch kann nicht mehr generativ vermehrt werden. Er »blüht« nicht mehr, sondern bringt nur noch genetisch identische Zwiebelchen hervor, die sogenannten Brutbulben.

  • Er steht auch unter einem sehr starken Virusdruck; das heißt, er hat schon lange nicht mehr die Möglichkeit gehabt, durch den Austausch von Genen Varianten hervorzubringen, denen die Viren nichts anhaben können.

  • Zur Vermehrung kann man Brutzwiebeln oder Zehen verwenden. Nicht alle Sorten haben Brutzwiebeln.

  • Der richtige Erntezeitpunkt ist gekommen, wenn das Laub zu vergilben beginnt. Trotzdem sollten die Zwiebeln noch 3 bis 6 Tage, je nach Witterung, auf dem Feld mit ihrem Laub abtrocknen und einziehen dürfen.

  • Die besten Steckzehen ergeben diejenigen, die sich schon deutlich unter der dünnen Knollenhaut abzeichnen und von denen es scheint, als ob sie nicht genügend Platz hätten.

Anbautipps für Gärtner und Köche

  • Knoblauch hat keine Schalenzwiebel wie Allium cepa, sondern die Knolle wird aus Beiknospen gebildet, den sogenannten Zehen. Die Entwicklung der Beiknospen wird durch niedrigere Temperaturen gefördert.

  • Die Pflanzdichte hat einen entscheidenden Einfluss auf den Ertrag; das heißt, man sollte etwas mit den Typen experimentieren und unterschiedlich eng pflanzen beziehungsweise stecken.

  • Wenn im Herbst gesteckter Knoblauch zwar noch wurzelt, aber kein Laub treibt, dann war die Witterung noch zu warm und der Zeitpunkt zu früh.

  • Um bei zweifelhaften Herkünften keine Viren einzufangen, ist es möglich, das Pflanzgut 4 Stunden vor dem Stecken in 45 °C warmem Wasser zu desinfizieren (die Temperatur sollte aber mit einem Thermometer überwacht werden).

  • Für den Gemüsebau werden bei schafttragenden Typen die Blütenschäfte abgeschnitten, damit mehr Kraft und damit größere Knollen geerntet werden.

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