Rettich u. Radieschen

Erfahrungen aus erster Hand aus Coras Garten

Saatgutgewinnung ganz praktisch

 

Tipps für Erhalter

  • Sobald die Keimwurzel sichtbar wird, ist die Pflanze empfänglich für einen Kältereiz. Ein kräftiger, sieben Tage andauernder Temperatursturz im Herbst (8 °C) reicht aus, um die Blütenanlagen im Keimling anzulegen.
  • Nur wenn Rettich zu warm steht (permanent über 15 °C), blüht er erst im übernächsten Jahr.
  • Der gewählte Pflanzabstand hat bei Rettich einen Einfluss auf die Rübenform.
  • Die Saattiefe hat auch einen Einfluss auf die Rübenform, deshalb empfehle ich, zur Beurteilung gegebenenfalls drei Reihen nebeneinander mit unterschiedlicher Saattiefe anzubauen!
  • Auch Hitzewellen während der Wachstumsphase haben einen Einfluss auf die Rübenentwicklung. Hingegen hat Kälte einen größeren Einfluss auf die Blattentwicklung.
  • Wenn nach der Küchenreife die Pflanzen zu schießen beginnen und dabei die Rüben holzig, hohl und pelzig werden, ist das kein Grund zur Besorgnis, sondern normal.
  • Wer die Samenträger nicht anbindet, dem fallen sie um, und irgendwann kommen die Mäuse und fressen sie an.
  • Die Schoten bleiben zur Reife geschlossen; das heißt, die Samen fallen nicht aus, aber auch die Vögel haben es auf sie abgesehen und picken sie an.
  • Wer eine Sorte erhalten will, der sollte lieber 2 oder 3 Quadratmeter für die Samenproduktion opfern, damit auch ja genügend Pflanzen vorhanden sind, denn es kann relativ schnell zu Inzuchtdepressionen kommen.
  • Das Überwintern von Rettichen funktioniert nur bei bestimmten winterharten Sorten. Ansonsten empfiehlt sich der Versuch, im feuchten Keller Rüben ohne Laub einzuschlagen. Der Schimmel kann allerdings herbe Verluste verursachen.

Anbautipps für Gärtner und Köche

  •  »Daneben«gestreuter Rettich kann pikiert werden! Und wild aufgegangene Radieschen lassen sich im Keimblattstadium auch noch in Reihen umpikieren. Wenn die Keimwurzel nicht zu sehr beschädigt wurde, ist dieses Verfahren einfach und erfolgreich.

  • Die kürzeste Kulturzeit (von Aussaat bis Gemüseernte) erhält man bei der Aussaat im Mai, denn diese Sätze überholen sogar zum Teil frühere.

  • Für den sehr frühen Anbau empfiehlt sich die Abdeckung mit Vlies. Diese Praxis hält gleichzeitig Schädlinge fern.

  • Rettiche stehen in erster oder zweiter, Radieschen besser noch in dritter Tracht.

  • Auch von Radieschen lassen sich die unreifen Schoten ernten und roh essen. Das ergibt im Juni/Juli noch mal eine leckere Mahlzeit mit frischem Radieschengeschmack

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