Domestikations- und Kulturgeschichte

Neuweltbohnen: Ihre Kulturgeschichte in der "alten Welt"

Bei den meisten aus Amerika eingeführten Pflanzen weiß man wann, von wem und mit welchem Schiff sie nach Europa kamen. Von da ab kann man ihre Verbreitung größtenteils über die Fürstenhäuser gut nachvollziehen. Bei unseren Gartenbohnen (Gattung Phaseolus) allerdings nicht.

Mehrfach findet man in Büchern und im Internet die vage Aussage, dass sie irgendwann im 16. Jahrhundert. nach Europa gebracht wurden. Die mutmaßliche erste Einfuhr der Feuerbohne durch den holländischen Admiral Hains im Jahre 1635 ist ebenfalls nicht gesichert X) X). Einzig gewiss ist, dass Gartenbohnen der Gattung Phaseolus vor Entdeckung der neuen Welt, also vor 1492 bei uns unbekannt sein mussten.

Wirklich? Für komplette Verwirrung sorgen Bräuche, wie der der Kür des Bohnenkönigs am Dreikönigstag in den Niederlanden und in West- und Norddeutschland, welcher mindestens seit 1500, eher schon seit dem Mittelalter X) bezeug ist.

GROß schreibt vor 100 Jahren über die Feuerbohnen: " … und wohl zumeist als Zierbohne gebaut wird.  Werden jedoch die Hülsen im jugendlichen Stadium genommen, so kommt denselben fast der gleiche Wert zu wie jenen der gewöhnlichen, grünhülsigen Stangenbohnen."

Wie kam es also dazu, dass die neuen Bohnen sich scheinbar in extrem kurzer Zeit über ganz Europa verbreiteten und das ausgerechnet noch hauptsächlich als Nahrung der armen Bevölkerung X)? Im Vergleich zur Kartoffel, welche erst mittels Verordnung durch den "alten Fritz" ab 1740 (Friedrich der Große) als Speise von der Unterschicht angenommen wurde, ist das erstaunlich.

Zudem waren die Unterschichten im 16. Jahrhundert sicherlich "bildungsfern" und hatten keinen Zugang zu den Schicki-Micki-Moden der Adligen, die vielleicht ihre Frisuren, sicherlich aber ihre Gärten mit den leuchtendroten Feuerbohnenblüten schmückten.

Auch ein Gemälde von Annibale Carracci ca. 1580 zeigt, dass Bohnen bereits 90 Jahre nach Entdeckung Amerikas etablierte Armenspeise waren. Vielleicht aber birgt dieses Gemälde ja auch die Erklärung dafür! Denn wenn man sich die Bohnen in der Schüssel des Mannes genauer ansieht, dann haben sie alle um den Nabel einen schwarzen Ring. Dieser Ring fehlt den Garten- und Feuerbohnen. Was hat der arme Mann dann mit dem Holzlöffel gegessen? Es könnten Augenbohnen Vigna unguiculata, also Altweltbohnen gewesen sein.

Dieser Umstand würde auch erklären, warum die neu eingeführten Garten- und Feuerbohnen sich so schnell so großer allgemeiner Bekannt- und Beliebtheit erfreuten: man verwechselte sie einfach mit den seit der Antike bekannten Augenbohnen. Die neuen Bohnen wurden sogar gleich bezeichnet, nämlich mit "Fisole", was im Österreichischen noch heute für Gartenbohnen gebräuchlich ist.

Mit anderen Worten, die neuen Bohnen schienen der Bevölkerung altbekannt und setzten sich nach und nach allein durch den Umstand durch, dass sie ein wenig besser in unserem Klima wuchsen. Sie verdrängten die alteingesessenen Augenbohnen, die ursprünglichen Fisolen, einfach. Alles Brauchtum, die Zubereitungsmethoden und auch die Heilwirkung (wird und wurde als harntreibendes Mittel verwendet) wurden so unbemerkt auf die Neuweltbohnen übertragen.

Selbst der bedeutende Botaniker und Systematiker Linné vermutete noch eine Verwandtschaft zwischen den alten und den neuen Bohnen, denn er nannte die Augenbohne Phaseolus unguiculatus und stellte sie so in die selbe Gattung wie die Neuweltbohnen.

Noch im Jahr 1931 meinte eine englische Kräuterfrau Mrs. Grive in ihrem Buch "A Modern Herbal": " Weil die Samen den männlichen Hoden ähneln, machten die Ägyypter aus ihnen einen Gegenstand der heiligen Anbetung und verboten sie zu essen. … Den hohen Priestern der Juden war es verboten Bohnen an ihrem Beichttag zu essen." ("Because of the seeds close resemblance to the male testicle, the Egyptians made it an object of sacred worship and forbad its use as food. …The Jewish high priest is forbidden to eat beans on the day of Atonement" Originalzitat aus Grieve (1931)).

Bohnen in Brauchtum und Kunst

Gebetsketten: Aus Engelsbohnen (Monstranzbohnen) werden in vielen Klöstern Ketten für den Rosenkranz aufgefädelt. Auf ähnliche Weise werden im Islam die Misbaha und in Indien die Mala eingesetzt. Auch sie werden entweder aus kostbaren Steinen, Glasperlen oder eben Leguminosenkernen (z.B. Paternostererbsen) hergestellt.

Weltenbaum: Die Bohne wird in der Geschichte vom "Hans und die Bohnenranke" zum Symbol des Weltenbaumes, welcher verschieden Ebenen verknüpft.

Kindersendung: unbedingt sehenswert diese Lachgeschichte aus der Sendung mit der Maus (wdr 2019) "Bohnentwist" .

Kunstgemälde: 'Der Bohnenesser' 1580 – 90 Annibale Carracci; 'Das Fest des Bohnenkönigs' 1640 - 45 Jacob Jordaens

Die von ihr so beschriebener Gartenbohne kannten weder Ägypter noch Juden, jedoch waren beiden Völkern die Augenbohnen geläufig!

Die beiden Gattungen Phaseolus und Vigna sehen sich mit ihren langen linkswindenden Ranken X) wirklich so zum Verwechseln ähnlich, dass es bis ins späte 20. Jahrhundert dauerte, dass man gesichert erkannte, dass die beiden wirklich nicht miteinander verwandt sind und dass die Gattung Phaseolus ausschließlich in Amerika ihren Ursprung hat und Vigna exklusiv aus Afrika stammt.

Vielleicht sollten wir uns auf die Suche nach Vigna-Sorten machen, die mit unserem Klima gut zurechtkommen und ausreichend fruchten, denn es muss sie mindestens bis ins 16. Jahrhundert hier gegeben haben!

Domestikationsgeschichte

Bereits vor mindestens 10000 Jahren haben die ersten Amerikaner Bohnen gegessen X), zumindest fand man so alte Speisereste in Argentinien und ca. 8000 Jahre alte Stärkekörner in Peru jeweils auf den Gebissen. (Ich würde gerne wissen, ob roh oder gekocht.) Man geht heute davon aus, dass Bohnen zweimal domestiziert wurden: einmal im mittelamerikanischen Mexiko im Lerma-Santiago Becken und ein weiteres Mal in den Anden. Das machen Wissenschaftler an den nach Standort unterschiedlich beschaffenen Phaseolingiften fest. Eine Höhle namens Guilá Naquitz in Mexiko stellt für die Paläobotaniker ein Eldorardo dar, denn hier haben sie Beweise gefunden, dass Bohnen bereits vor 4000 Jahren, zusammen mit Cucurbita und Lagenaria auch schon domestiziert waren. Vielleicht eines der ältesten Hinweise auf den Beginn des Mischanbaus der drei Geschwister? Vor 2500 Jahren war die Domestikation dann komplett mit allen heute bei diesen Früchten bekannten Merkmalen vollzogen.

Bohnen in der Heilkunde

Benutzt wird die Busch-Bohne als Tee, deren getrockneten Hülsen unter der Bezeichnung "Fructus Phaseoli sine semine" in Apotheken erhältlich sind. Diese wirken  als "Blutreinigungsmittel" (dreckiges Blut gibt es nicht da wäre der Mensch extrem krank). Die Diurese also der Harndrang wird geringfügig erhöht, sie wirken also entwässernd und gleichzeitig wird der Blutzuckerspiegel gesenkt. Sie werden gerne bei entzündliche Erkrankungen, z.B. Rheuma als Kur eingesetzt. Auch Diabetikern werden Bohnen empfohlen. X)

Erfahrungen aus erster Hand aus Coras Garten: 

'Kathis schwarzes Feuer' begleitet mich seit 18 Jahren

Von meiner ehemaligen Schrebergartennachbarin namens Kathi erhielt ich einst eine Mischung aus weißen, bunten und komplett schwarzen Feuerbohnensamen. Ich baute in meiner Parzelle 'Hestia' ein Busch-Feuerbohnensorte mit hübschen rot-weißen Blüten an. Probierte aber gleichzeitig ihre Mischung aus, die neben roten auch reinweiße Blüten zeigte. Für mich ein wahrer Schatz, denn das kannte ich bis dahin nicht. Bereits in meinem Schrebergarten versuchte ich (ganz ungeachtet der Bestäubungsmechanismen und der Nähe der ebenfalls Feuerbohnen anbauenden Parzellennachbarn) die schwarzen von den weißen Samen getrennt anzubauen. Die Bunten verwarf ich als langweilig. Für ca. zwei Jahre konnte ich so zumindest diese beiden Farbvarianten erhalten. Den Schrebergarten musste ich aufgeben. Um so mehr überraschten mich meine jahrelang aufgehobenen Samen positiv, als sie nach berufsbedingter achtjähriger Pause im neuen Garten langsam keimten! Sie überstanden also die lange Lagerzeit recht gut. In den kommenden zwei Jahren konnte ich meine Auslese in Richtung Weiß und nach Schwarz weiterbetreiben. Allerdings habe ich dann 2018 auf einem Saatguttag viel zu viel von meinen kostbaren schwarzen Bohnen verschenkt, in der Hoffnung ich bekäme von irgendeinem Gärtner im darauffolgendem Jahr etwas zurück. Leider war das nicht der Fall, so dass ich heute mit meiner 'Kathis schwarzes Feuer' getauften Auslese sehr geizig bin. Die bekommt nur noch jemand, wenn er/sie mir hoch und heilig verspricht, dass ich wieder Samen zurückbekomme.

Bohnenvergleichsversuch 2020 'Erlbohne' gegen 'Blauhilde'

Heuer habe ich im Frühjahr 3 m (ca. 25 Pflanzen) Phaseolus vulgaris 'Blauhilde' und 3 m (ca. 25 Pflanzen) 'Erlbohne' aus dem Freilichtmuseum Oberpfalz angebaut. Ich konnte also recht schön diese beiden Sorten miteinander vergleichen. Hier die Ergebnisse.

Die 'Erlbohne' ist durchweg kälteresistenter und verträgt sogar einen Spätfrost. 'Blauhilde' zeigt hingegen Blattschäden. Auch ist das Erntefenster für die 'Erlbohne' wesentlich weiter als das der schnell fädig und holzig werdenden 'Blauhilde'. Einzig hinsichtlich Ertrag schlägt 'Blauhilde' die 'Erlbohne'.

 

Erfahrungen aus erster Hand aus Coras Garten

Saatgutgewinnung ganz praktisch

 

Anbautipps für Gärtner und Köche

  • Alle Neuweltbohnen brauchen Wärme zum Keimen. Bei Direktsaat sollte der Boden tagsüber bereits über 20°C warm werden. Keimtermperaturen von 32° C werden vertragen!
  • Achtung: Durch Versuche hat man herausgefunden, dass die Bodentemperatur während der Keimung Einfluss auf den Fruchtansatz hat, je höher desto reichlicher ist die Ernte.
  • Bohnen tief (bis 5 cm) aussäen schützt vor Vogelfraß, allerdings begünstigt es das Verfaulen, wenn die Keimtemperaturen noch nicht passen.
  • Einzig die Feuerbohnen kann man nicht an ihren Keimblättern erkennen, da sie hypogäisch, also unterirdisch keimen.
  • Anfänglich können alle Bohnen eine Stickstoffgabe vertragen, denn die Knöllchenbakterien müssen erst "anbeißen". Zumindest wenn die jungen Blätter gelblich sind, sollte man moderat Stickstofffutter geben.
  • Jedoch sollten Bohnen nicht in erster Tracht, oder in frischen Stallmist gedüngten Boden gesetzt werden.
  • Eine Kalkdüngung nehmen sie gerne an (pH darf ruhig über 7 sein)
  • Regelmäßige Ernte bei Stangenformen erhöht den Ertrag, da ständig zur Weiterblüte angeregt wird. Auch missgebildete Hülsen sollten regelmäßig entfernt werden.
  • Feuerbohnen sind für Gärten im höheren Mittelgebirge und in kalten Regionen geeignet, denn die Pflanzen (nicht die Keimlinge!) halten sogar zu Beginn und am Ende der Vegetationsperiode kurzfristig Temperaturen um 0° aus. Hingegen können Gartenbohnen ihre bereits angesetzten Blüten oder sogar ihre Blätter abwerfen wenn während der Schafskälte die Temperaturen unter 12°C sinken.
  • Alle Neuweltbohnen lieben es ausführlich gegossen zu werden. Ein Sprichwort besagt, dass sie erst an der Stange hoch ranken, wenn ihre Füße und der Kopf feucht sind, d.h. wenn der Boden feucht ist und es zusätzlich regnet. Für den ersten Wachstumsschub muss der Regen dann auch noch warm sein.
  • Auch die Hülsen werden knackiger, wenn die Wasserversorgung über die stimmt, also regelmäßig gießen.
  • Alle Bohnen danken grobes Mulchmaterial, welches ihre Wurzeln feucht hält und (im Falle von Buschbohnen) kein Unkraut hochkommen lässt.
  • Falls sich ein kühler, feuchter Sommer abzeichnet, welcher Pilzbefall fördert, können die untersten Blätter zur besseren Durchlüftung des Bestandes entfernt werden.
  • Die Drüsenhaare auf der Blattunterseite sondern ein Sekret ab, das Kaliumkarbonat enthält und hygroskopisch wirkt, so dass sie von hoher Luftfeuchtigkeit profitieren X)
  • Stangenformen können Seitentriebe bilden. Deswegen sollten von Schnecken abgefressene Pflanzen stehen bleiben, sie treiben wieder aus solange der Vegetationskegel in einer Achsel in Ruhe gelassen wurde.
  • Bohnen akzeptieren keine zu dicken und kantigen (Dach-)Latten, zum Ranken bevorzugen sie dünne und runde Hilfen. Anfänglich kann man ihnen den Weg zur Rankhilfe weisen, dann müssen sie nicht solange suchen. Wer Fichtenstangen verwendet sollte diese vorab entrinden, weil sich unter der Rinde Schädlinge (Rote Spinne) verstecken können.
  • Wenn Bohnen an Schnüren aufgeleitet wurden, dann kann man zur Ernteverlängerung diese "absenken", d.h. einfach die Schnur verlängern und den unteren bereits abgeernteten Pflanzenteil am Boden schleifen lassen oder aufwickeln.
  • Bohnen sind für windgeschützte Ecken im Garten dankbar und lohnen dieses mit besseren Erträgen.
  • Junge Hülsen schmecken am besten und haben garantiert noch keinen Faden ausgebildet. Denn mit dem Alter wird wirklich jede Bohne irgendwann fädig.
  • Als wahre Sonnenfetischisten blühen Bohnen umso besser, desto mehr Licht sie erhalten: Bohnenzelte haben also immer eine schlechte Seite und Bohnenstangenreihen sollte Süd-Nord ausgerichtet werden.
  • Buschformen wachsen determiniert, d.h. sie stellen ihr Wachstum nach Ausreife ihrer Früchte ein. Stangenformen wachsen und tragen unendlich weiter, bis die Herbstwitterung es nicht mehr zulässt.
  • Wem überhängede Ranken stören, der schneidet am "Ende der Bohnenstange" (=Sprichwort!) einfach ab.
  • Das Entfernen von "Unkräutern" wird bei Buschformen, die in Furchen ausgesät werden, einfacher, da die schneller keimenden Kräuter abgehackt werden können ohne die jungen Böhnchen zu beschädigen. Stangenbohnen wachsen den sogenannten Beikräutern davon, bzw. man kann sogar Bohnenkraut oder Knollensauerklee zu ihren Füßen pflanzen. Das funktioniert solange reichlich Licht auf die "Unterpflanzung" fällt. Wer Mais als Rankhilfe (3 Schwestern) anbauen möchte, sollte diesem einen Vorsprung gewähren und als allerletztes, wenn sich Bohnen mit Mais etabliert haben, die Kürbispflanzen dazu setzen.
  • Die mittelamerikanische Bevölkerung grub gewöhnlich im Herbst die rübenartig verdickten Wurzeln der Feuerbohnen aus, welche nach dem Kochen essbar sind. Somit konnten die Menschen nicht nur die Bohnenkerne nutzen, sondern auch die Knöllchen (HERTEL 1981).
  • Bohnen können sehr gut auch in Kübeln gezogen werden: Stichworte "Balkongarten", "Tiny Gardening" und "Vertical Gardening". Wer mit gekaufter Erde arbeitet, bedenke aber, dass darin garantiert keine Knöllchenbakterien leben, d.h. diese müssen entweder vorab mit alter Bohnengartenerde oder mit Bakterienkultur geimpft werden. Diese Kulturen kann man über das Internet kaufen.

Tipps für Erhalter

  • Über ihre botanischen Eigenheiten ist wenig veröffentlicht. Deswegen sind eigene Beobachtungen sehr wertvoll. Einige Vorschläge hierzu:
    - Welche Sorte wirft ab einer bestimmten Temperatur ihre bereits angesetzten Blüten wieder ab?
    - Gibt es Sorten, die mit trockenen Sommern gut zurechtkommen?
    - Gibt es im Garten Hummeln, die an den Blüten von Gartenbohnen nagen und naschen?
    - Lassen sich aufgrund des Klimawandels auch bei uns schon durch Thripse verursachte Verkreuzungen von Gartenbohnen beobachten, wie in den Tropen üblich (GEORGE, AT 2009)
    Wie selbstverträglich sind Feuerbohnen, d.h. ist es möglich sie mehrere Jahre auf dem gleichen Beet ohne Ertragseinbußen zu pflanzen? (Da die Feuerbohne ja ursprünglich eine Staude ist, könnte das selbstverträglicher sein als allgemein angenommen).
  • Unsere Neuweltbohnen sind tagneutral. Ursprünglich müssen sie mal Kurztagpflanzen gewesen sein und einige Sorten neigen wohl noch dazu (GEORGE, 2009))
  • Temperaturen um die 30°C hindern die Bohnen sowohl am Wachsen, als auch am Blühen: sie können sogar ihre Blüten abwerfen. Oft ist um die heißen Hundstage herum kein Wachstumsfortschritt zu beobachten und Hülsen bleiben sortenuntypisch kurz.
  • Einzelne Blütentrauben können bis zu 10 Hülsen ansetzen
    (üblich bei endlos wachsenden Formen sind 2 – 6 Hülsen).
  • Die Blühdauer einer Einzeltraube liegt bei ca. 2 Wochen. Die der gesamten Pflanze über drei Monate.
  • Nach ACKERYOD (2017) tragen weiß- oder rosablühende Feuerbohnen reichlicher als rotblühende Sorten.
  • Nicht in jedem Garten gibt es Bohnenkäfer, aber wenn man geplagt ist, dann sind tiefgekühlt überwinterte Samen garantiert frei von ihnen, bzw. die Larven werdn so abgetötet.
  • Es heißt, dass weiße Bohnen insb. weiße Feuerbohnen ungiftiger (Blausäure) seien als Bunte X).
  • Unerwünschte Verkreuzungen lassen sich zum Teil an untypischen Samenfarben erkennen. Allerdings nicht, wenn man eine rotblühende, buntsamige Feuerbuschsorte und eine rotblühende, buntsamige rankende Sorte einsetzt.
  • Kreuzungen von Phaseolus vulgaris x coccineus wurden von Mendel Bereits er stellte aber fest, dass die Nachkommen meist steril sind. Wer das Experiment nachmachen möchte, der nehme den Pollen von Gartenbohnen und bestäube damit Feuerbohnen (nicht umgekehrt). Die Feuerbohnenknospen müssen vorab entmannt sein.
  • DEPPE (2000) hat experimentell herausgefunden, dass die Hülsenfarbe Blau als auch das Gen für den endlosen Wuchs und die Samenfarbe Bunt bei Gartenbohnen dominant vererbt werden.
  • Die Blütenfarbe Rot bleibt den Feuerbohnen vorbehalten und lässt darauf schließen, dass sie einst auf spezielle Schmetterlinge als Bestäuber setzten, denn nur die können rot erkennen.

HEGI X)  betont, dass die Unterteilung nach Wuchstypen (begrenzt – endlos) nicht haltbar wäre, da der Wuchstyp der Phaseolus-Bohnen stark durch Tageslänge, Temperatur und andere Wachstumsfaktoren modifiziert wird.

 

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