Signatur

Ich sehe einen Zusammenhang zwischen dem Element Wasserstoff und der Zeit als Dimension.

Planet: Sonne

Farbmagie: farblos, klar, duchsichtig

Schlüsselzahlen: 6

Themen: Energie, Hitze, Zeit, Wasser als Vermittler von Information, Reinigung, Kühlung

Bezug: Wasserstoff

Gemüse und mehr

Zierpflanzen
  • Karoo-Rose (Lapidaria margaretae)
  • Lebende Steine, (Gattung Lithops)
Allgemein bekannte Gemüse
  • Neuseeländer Spinat (Tetragonia tetragonioides)
  • Echtes Eiskraut (Mesembryanthemum crystallinum)
Gemüse mit Entwicklungsbedarf oder für den Klimawandel
  • Herzblättriges Eiskraut (Apentia cordifolia; syn. Mesembryanthemum cordifolium die mit den bunten Blüten)
  • Essbare Mittagsblume, Hottentottenfeige, Highway Iceplant (Carpobrotus edulis) (Blätter und Frucht für Marmelade)
Gründüngepflanzen

keine bekannt

Heilpflanzen
  • Kanna (Sceletium tortuosum; Syn Mesembryanthemum tortuousum.) X) X)
Unkräuter weltweit - invasive Pflanzen
  • Essbare Mittagsblume, Hottentottenfeige, Highway Iceplant (Carpobrotus edulis) (Blätter und Frucht für Marmelade)

Eiskrautgewächse

Kulturgeschichte und noch ausstehende Domestikation samt Hinweisen zu verbreiteten Inhaltsstoffen, Düngung und alchemistische Gedanken

Nikolai VAVILOV war der erste, der 1926 von Vielfaltszentren sprach. Seit her wurde der Begriff mehrfach erweitert und auch die so bezeichneten Ursprungszentren wurden zahlreicher. Die ursprünglichen 8 Vavilovschen Vielfaltszentren: China, Indien mit Südostasien, Mittlerer Osten (Levante), Mittelmeer, Äthiopien, Mittelamerika, Südamerika mit Brasilien und Chile. Heute spricht man von Biodiversitäts-Hotspots X) X) von denen es weltweit an Land und im Wasser mehr als 30 gibt.

Interessanterweise wird von den Aizoaceae, den "Ewiglebenden" vom Lateinischen "aizoon" (wie in Zoo), behauptet, dass diese sich am schnellsten entwickelnde Pflanzenfamilie auf unserem Planeten seien: Schnell heißt für die Evolution etwas mehr als eine Art innerhalb von 250 000 Jahren X)  X) . Darüber hinaus besteht, wenn ich ehrlich bin, keine übergeordnete Verbindung der Eiskrautgewächse mit dem Wasser oder dem Wasserstoff. Eis ist ja gefrorenes Wasser und damit können die sogenannten Eiskrautgewächse in flüssiger Form besonders extrem gut haushalten. Ihr deutscher Name rührt allerdings von den wie Eiskristalle aussehenden Blattstrukturen her.

Eiskrautgewächse, sind keine der uns geläufigen Gemüsefamilien. Genau genommen kennen wir nur drei Arten, die als solches genutzt werden. Und trotzdem haben gerade diese sehr viel mit Biodiversität zu tun, weswegen ich sie an den Anfang setzen und hier beschreiben möchte.

Mit mindestens 2000 Arten liefern die Eiskrautgewächse einen Grund dafür, dass ihre trockene Ursprungsregion, die südafrikanische Karoo-Zone jüngst als eigenständige Hotspot-Vielfaltszone ausgewiesen wurde X) . An die Karoo schließt die Kalahari Wüste an. Und zumindest diese kennen wir seit dem Film "Die Götter müssen verrückt sein" aus dem Jahr 1980.

Die Protagonisten des Films gehören zum Volk der San oder Khoisan genannt.

Der Film zeigt, wie die Bewohner des noch urtümlich und glücklich lebenden Eingeborenendorfes der San durch eine vom Himmel (wo Gott wohnt) gefallene Cola Flasche in Streit und Zwietracht geraten. Nach langer Beratung bestimmen die Stammesmitglieder gemeinsam, dass die Flasche unbedingt wieder zu den Göttern zurückgebracht werden müsse, damit wieder Frieden einkehre. Mit der Aufgabe wird der junge San Xi betraut. Der leider früh verstorbene Hauptdarsteller war noch ein echter Buschmann und wusste sich als solcher sicher auch in der Wüste erfolgreich zu ernähren. Im Gegensatz zu uns "zivilisierten" Menschen, weiß man, dass die südafrikanischen Ureinwohner über 100 essbare Pflanzen in der Wüste finden konnten. Wir heute kommen höchstens mit künstlichen Zusatzstoffen auf so viel pflanzliche Nahrungsvielfalt.

In vielen ethnologischen Studien wurde bewiesen, dass sich sogenannte "Jäger und Sammler" von sehr vielen und vor allem unterschiedlichen Pflanzen ernährten und nicht wie es die Bezeichnung vermuten lässt hauptsächlich von Jagdfleisch. Mit anderen Worten, seit der "Steinzeit" also zu Zeiten, wo alle menschlichen Gruppen umherzogen, haben sie sich auf pflanzliche Kost verlassen und nicht auf das Jagdglück. Unser Gebiss ist ein Allesfressergebiss und unser Gehirn ist auf schnell verfügbare Kohlenhydrate angewiesen, wie sie uns nur Pflanzen zur Verfügung stellen angewiesen. Unsere Verdauung braucht sogar die "unverdaulichen" pflanzlichen Zellulosefasern um gesund zu bleiben.

Allein unser Metabolismus liefert uns damit so viele Gründe sich mit pflanzlicher als auch mit Nahrungsmittelvielfalt zu beschäftigen, dass es nicht auch noch nötig wäre Politische aufzuzählen. Trotzdem sei darauf aufmerksam gemacht, dass es wissenschaftlich bewiesen ist, dass eine hohe Biodiversität direkt zum Klimaschutz beiträgt  X) !

Und trotzdem leben wir heute in der Situation, dass ein kleiner Teil der Menschheit versucht Natur und Vielfalt zu schützen, indem etwa Vielfaltszonen ausgelobt oder alternative (an althergebrachte Kulturen angelehnte) Lebeweisen auf dem Land erprobt werden und der überwiegende Teil (leider recht erfolgreich) aus monetärem Interesse, mit anderen Worten "hoch organisierter Gier", die Natur ausbeutet.

Wie wenig man zum Glücklich Sein braucht zeigt uns der Film "Die Götter müssen verrückt sein". Geld gehört nicht dazu, Nahrung hingegen schon.

Was die Eiskrautgewächse angeht, so liefern sie bisher zwar "nur" Sommerspinatgemüse und Salat, aber sie bergen noch immer manch gesundheitliches Geheimnis. Wobei ich sie nur als Beispiel dafür begreife, dass eine jeder der 8.700.000 X) Pflanzenarten auf unserem Planeten vielleicht zukünftige Medizin werden könnte und deswegen bewahrt werden muss.

Mesembrin ist z.B. ein pharmazeutisch nutzbarer Stoff, der erstmals aus der Mittagsblume Sceletium tortuousum extrahiert wurde, aber in vielen weiteren Eiskrautgewächsen ebenfalls entsteht. Auch wenn er als Droge missbraucht werden kann, so ist doch die Weiterentwicklung zu einem Antidepressivum sinnvoller X) . Als homöopathisches Globuli darf jeder legal die Wirkung ausprobieren.

 

 

Gedanken zur Fruchtfolge

Keine Erfahrungen: solange der Anbau sporadisch und im kleinen Stil erfolgt, spielt die Fruchtfolge höchstwahrscheinlich keine Rolle.

Da sowohl Neuseeländerspinat und alsauch Eiskraut in manchen Ländern invasiv auftreten, ist davon auszugehen, dass sie sehr gut selbstverträglich sind.

Botanik, Blütenökologie und Bestäuber

Blütenformel: |P 5 [3–8] A [4] 5–∞ G (2–∞)

Die Familie umfasst mind. 3000 Arten in in 134 Gattungen X) X). Die Arten sind überwiegend succulent, sie speichern Wasser in ihren stets gegenständigen Blättern und Stängeln, wie etwa bei den lebenden Steinen. Manche sondern Salze in Blasen auf der Blattoberfläche aus, die wie kleine Eiskristalle aussehen.

Die Blüten sind entweder recht unscheinbar, wie beim einhäusigen Neuseeländer Spinat oder wie bei vielen anderen, wunderschöne einzeln stehende bunte Strahlenblüten, die häufig rein aus nur wenig umgebildeten Staubblättern gestaltet werden. Sie öffnen ihre Blüten alle wenn die Sonne ihren Höchststand erreicht, was ihnen den Namen Mittagsblumengewäches einbrachte.

Die häufig gebildeten gehörnten Kapselfrüchte können bis zu 1000 Samen enthalten, die sie erst bei Feuchtigkeit freisetzen. Sie bedienen sich also des Wassers zur Verbreitung, sie sind "Regenballisten" (Hydrochorie).

Die Familie bedient sich des bei Trockenheit sehr effizienten Crassulaceanstoffwechsels.

Techniken zur Kreuzung, Bastardisierung, Hybridisierung

  •  keine bekannt