Petersilie

Erfahrungen aus erster Hand aus Coras Garten

Petersilie ist gesund, und fast alles von ihr kann man bedenkenlos und auch in größeren Mengen essen, nur nicht die Samen, denn die enthalten zu viel nierenreizendes Apiol. Noch in den achtziger Jahren kursierten in der Ökoszene lebensgefährliche Rezepte, wie man mit Petersiliensamen Abtreibungen vornehmen könne.

Tipps für Erhalter

  • Wenn die Petersiliensamen richtig reif sind, dann fallen sie leicht aus ihrer Dolde aus, was mich nie gestört hat. Ich habe immer noch genug abstreifen können, um sie bewusst zu verteilen.
  • Wenn man die Sämlinge auch beurteilen will, hebt man sie beim Pikieren vorsichtig aus der Saaterde, sieht sich die Wurzel an und wählt die vielversprechendsten aus.
  • Damit die Pflanzen anschließend besser bestocken, also mehr Laub und Seitenwurzeln treiben, kürzt man die Keimwurzel etwas ein. Das gilt natürlich nicht für Wurzelpetersilien, hier muss die Keimwurzel vollständig erhalten bleiben.
  • Eine leichte Strohabdeckung erleichtert die Überwinterung direkt im Feld.
  • Wer sich auf die Wurzelformen spezialisieren möchte, dem rate ich, diese zum Winter auszugraben und im Keller oder in einer Miete einzuschlagen. Dann kann der Hobbyzüchter im Frühjahr vor der Wiedereinpflanzung die Haltbarkeit neben der Wurzelform besser beurteilen.

Anbautipps für Gärtner und Köche

  • Wer einen Garten besitzt, der im Halbschatten liegt, für den ist Petersilie ein Gemüse, das ihm diese Bedingungen mit reichlich Ernte dankt.
  • Petersilie sollte immer in zweiter Tracht stehen.
  • Petersiliensamen sind während der Keimung extrem empfindlich hinsichtlich verschlämmten und verkrusteten Böden.
  • Die Jungpflanzen sollten gegebenenfalls ausgedünnt und vor allem von Unkraut frei gehalten werden, da sie noch sehr konkurrenzschwach sind.
  • Petersilie ist selbstunverträglich.
  • Der Pflanzabstand hat Einfluss auf die Anzahl der Stängel: Je dichter gesät wurde, desto mehr Stängel bildet die Pflanze.
  • Die Lagerung der Wurzeln funktioniert am besten bei hoher Luftfeuchte um die 0 °C, das heißt, Erdmieten beziehungsweise Einschlagen sollte man bevorzugen. Allerdings besteht immer Gefahr durch Nagetiere, denn Mäuse haben im Winter auch Hunger und wühlen sich gegebenenfalls bis zu den Wurzeln vor.
  • Die Rodung für Treiberei oder für die Beurteilung von Wurzeln geschieht nach den ersten Frösten, solange der Boden noch offen ist. Für die Treiberei sollten Wurzeln von mindestens 3 Zentimeter Dicke ausgesucht werden.
  • Auch die Wurzeln der Blattpetersilien sind wie die klassischen Wurzelpetersilien nach dem Kochen essbar, nur das Putzen der verzweigten Wurzeln ist aufwendiger und ihr Geschmack deftiger.
  • Den glatten Petersilienformen sagt man den besseren Geschmack nach, während die krausen eher frostfest sind und sogar bei 2 °C langsam weiterwachsen.

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