Möhren, Karotten, Gelbe Rüben

Erfahrungen aus erster Hand aus Coras Garten

 

Saatgutgewinnung ganz praktisch

 

Tipps für Erhalter

  • Da frühe Möhren als Gemüse unreif geerntet werden, sät man sie in der Praxis oft enger als Lagermöhren, trotzdem müssen sie für die Erhaltung großzügig ausgedünnt werden, um mehr Platz für ihre Samenstände zu schaffen.
  • Die Rübengröße hängt unter anderem von der Saatdichte ab, deswegen sollte einerseits auf sortenspezifische Angaben geachtet, andererseits den Samenträgern genügend Abstand auch in der Reihe eingeräumt werden.
  • Gegebenenfalls sollten Sie den Anbau im ersten Jahr nach Angaben des ursprünglichen Züchters gestalten. Nach dem Überwintern der Rüben und der Beurteilung von Form und Geschmack kann die Pflanzung im Frühjahr auf das Doppelte bis Dreifache der ursprünglichen Abstände erfolgen.
  • Es gibt Empfehlungen, die besagen, dass frühe Sorten erst im Juni und späte im April auszusäen sind. Allerdings bewirkt diese Praxis über die Jahre eine Verschiebung der Blütezeitpunkte, sodass ich dies nicht auf Dauer praktizieren würde.
  • Sogenannte »grüne Schultern« sind teilweise sortenabhängig. Sie lassen sich durch Anhäufeln vermeiden.
  • Die Samen der größeren Primärblüte sind meist qualitativ am besten. Gegebenenfalls sollten Samenträger aufgeastet, das heißt, Seitentriebe sollten entfernt werden.

Anbautipps für Gärtner und Köche

  •  Die Sortenwahl sollte sich nach der Bodenart im Garten richten, denn im Gegensatz zu den langen, tiefwachsenden Rübenformen kommen die runden kleinen Formen auch noch ganz gut mit harten, steinigen und lehmigen Böden zurecht. Die durch steinige und verdichtete Böden entstehenden krummen, beinigen Rüben stören nur den Gärtner. Die wilden Möhren hingegen wachsenden sogar im schotterigen Straßenbankett und zeigen, dass sie mit solchen Bedingungen zurechtkommen.
  • Möhren sollten immer in zweiter Tracht stehen, also nie auf frisch mit Mist gedüngtem Boden; denn das fördert viele Möhrenkrankheiten.
  • Möhren mögen keine frisch gekalkte Böden.
  • Nach Möglichkeit ist für eine ausgewogene Wasserzufuhr zu sorgen und das Aufplatzen der Möhren zu verhindern.
  • Für die Überwinterung in einer Miete muss das Karottenlaub entfernt werden. Man kann es entweder abdrehen oder auf 2 Zentimeter abschneiden. Das Messer sollte zwischen jedem Schnitt in eine desinfizierende Lösung getaucht werden (zum Beispiel »Gurgellösung«; Wasser mit Wasserstoffperoxid oder stark verdünnte Chlorlösung, wie man sie zum Putzen anmischen kann).
  • Einerseits sind windige Lagen für Möhren hervorragend geeignet, weil Wind der Möhrenfliege das Leben schwerer macht, andererseits bedeutet Wind zusammen mit sandigem Boden Schmirgelschäden an den jungen Blättern und damit Stress für die Pflanze.
  • Vlies und Folie verhindern Möhrenfliegenbefall und die damit verbundenen Fraßgänge der Larven.
  • Wenn Möhren lückenhaft auflaufen, kann das an verschlämmten und verkrusteten Böden liegen, dem gegenüber sind sie extrem empfindlich.

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