Samen bester Qualität, wer möchte das nicht?

Wer Samen anbaut, der möchte, dass diese besonders hochwertig sind. Das nicht nur in Hinsicht auf das, was er oder sie unter Sortenechtheit versteht oder was alles mit funktionsfähigen Genen zusammenhängt, sondern auch in Hinsicht auf Gesundheit, Haltbarkeit, gleichmäßige arttypische Form, Gehalt an Nährstoffen für die nächste Generation sowie Triebkraft und Keimschnelligkeit.

Es ist zwar bekannt, dass Düngung einen Einfluss auf Gesundheit und Ertrag von Pflanzen hat und auch dass Pflanzen sich auf unterschiedlichen Gartenböden verschieden entwickeln, wie sich diese Erkenntnisse aber auf das Saatgut übertragen lassen, ist viel zu wenig beschrieben.

Es gibt Literatur über Pflanzenernährung im Erwerbsgartenbau, aber wenige veröffentlichte Erkenntnisse über eventuelle Unterschiede zum Samenbau. Ich möchte mich deswegen diesem Thema von einer teils philosophischen Seite nähern, die praktischen Kenntnisse rund um die Düngung aber nicht vernachlässigen. Ich möchte den Hobbygärtner in die Lage versetzen, selbst zu entscheiden, was und wie er düngt, und dies am besten ohne aufwendige labortechnischen Bodenanalysen.

Für mich hat die Düngung eine Bedeutung, die weit über die Pflanzenernährung hinausgeht.
Ich bin davon überzeugt, dass sie mit ein Grundpfeiler für die Entstehung unserer Nutzpflanzen war und immer noch ist.
Deswegen sollten wir uns den Düngeelementen auch von einer vielleicht esoterisch anmutenden Seite nähern.

Hauptnährelemente, die natürlich vorhanden sind

Das Leben besteht allgemein aus den Elementen C, H und O. Das sind die in der Natur allgemein verfügbaren Elemente, die nicht gedüngt werden.

Auch Si ist (fast) in jedem Boden vorhanden, so dass es zumindest nicht klassisch gedüngt wird.

Trotzdem haben genau diese Elemente nicht nur rein chemisch, sondern auch philosophisch-alchemistisch eine viel weitgehendere Bedeutung ...

Hauptnährelemente in der Düngung

Ganz klassisch betrachtet, gehören zu den düngerelevanten Hauptnährelementen (Makronährstoffen) nur

N - P - K und Ca. Die Hauptnährstoffe sind in der Pflanze beweglich, d.h. Mangelerscheinungen manifestieren sich an den älteren Trieben und Blättern.

Zwischenzeitlich zählt man S und Mg meist auch noch zu diesen Düngern.

Spurennährelemente

Zu den Spurennährelementen (Mikronährstoffe) gehören Mn, Bor, Zi und viele weitere (Halb-)Metalle. Mangelerscheinungen treten zuerst an den jüngeren Blättern auf.