Warum ich coras-garten.de pflege

Coras Motivation

... und wie Du mit diesem Hobby deine Nahrungssouveränität erhältst.

Schritt für Schritt findest Du auf meinen Seiten alles was Du wissen solltest um Dein eigenes Gemsüse Art für Art von Samenkorn bis Samenkorn wachsen zu lassen.

Warum ich diese Webseite pflege

Genau Dich Hobbygärtner, Balkon- oder Stadtgärtner, SoLaWi-Anhänger, Friday-for-Future-Kid oder Ökofreak, Selbstversorger oder Obst- und Gartenbau-Vereinsmitglied möchte ich dazu befähigen, dein eigenes Saatgut zu ernten oder sogar deine eigene Haussorte auszulesen und zu erhalten, damit Du Deine Nahrungssouveränität behütest.

Deswegen erfährst Du hier alles über Gemüsepflanzen was Du wissen solltest, um ein Stück weit autark zu werden: also unabhängig von Samenvertreibern und –züchtern, die Methoden anwenden, die Du vielleicht ablehnst.

Du findest hier sachlich fundierte Informationen gepaart mit Erfahrungswissen rund um die Vermehrung von Gemüsepflanzen und Kräutern. Bereits 10 Pflanzenfamilien und 10 Gemüsepflanzenportraits sind von mir detailliert beschrieben und hier hochgeladen.

Weitere 25 Gemüse sind in meinem Buch Gemüsesamen selbst gezogen erklärt. Aber auch hier auf www.coras-garten.de werde ich nach und nach weitere Gemüse darstellen. Es lohnt sich also immer mal wieder reinzuschauen oder meinen newsletter zu bestellen. 

Alles was Du dazu brauchst ist

  • ein wenig Erde,
  • große Leidenschaft,
  • fundiertes Wissen,
  • und eine Portion Mut.

Allerdings verkaufe ich nichts, auch kein Saatgut. Ich denke, nur wenn ich nichts verkaufe, bleibe ich wirklich unabhängig. Deswegen besorge Dir bitte Dein Saatgut bei anderen.

Die Erde kann ich Dir ebenfalls nicht beschaffen, aber selbst ein Blumentopf kann ein Anfang sein!

Bei allem Anderen helfe ich Dir:

Deine Leidenschaft möchte ich mit vielen von mir selbst aufgenommenen Fotos wecken.

Und das nötige Wissen möchte ich Dir mit Anbau- und Kulturanleitungen vermitteln, welche die Vermehrung der Gemüsepflanze aus wissenschaftlicher, praktischer aber auch aus esoterischer Sicht erklären.

Dabei überlasse ich es Dir, welcher Philosophie Du folgen magst, also welche Tipps Du für Deinen Nachbau und Deine eigene Auslese beherzigst.

Du musst also nur noch den Mut aufbringen, ein paar Quadratmeter Garten oder Deinen Balkon zu Deinem Experimentierfeld zu machen.

Warum ich über Gemüse schreibe - Ein kleiner Lebenslauf

Mein ganzes Leben habe ich Gärten begleitet, oder waren es etwa die Gärten, die mich begleitet haben?

Ob auf dem elterlichen Grundstück oder in den Hausgärten der alten Bauernhäuser, in denen ich lebte. Ob ein Schrebergarten oder seit 2010 endlich wieder ein ganz eigener Garten rund um das eigene Haus: Experimentiert, gekreuzt und vermehrt habe ich immer schon.
Und schon immer war der Platz zu wenig und alles steht viel zu eng, weil ich noch sooooo viel vorhabe, wissen möchte, ausprobieren möchte …

Bis zu meinem 21. Geburtstag habe ich in der Nähe der grandiosen Gärtnerstadt Bamberg gelebt.

Meinen ersten eigenen Garten bekam ich mit 7 von meinem Vater auf dem elterlichen Grundstück. Winzig klein, aber immerhin Platz für einen Salat, ausgezupfte Wiesenblumen und ein Kornapfelbäumchen.

In meiner Kindheit durfte ich mit den Bauern im fränkischen Effeltrich und Poxdorf, wo meine Mutter in der Nähe arbeitete, zur Erdbeer- und Gurkenernte ausrücken.

Als Kind spielte ich in den noch sehr bäuerlich geprägten Hausgärten mit viel Gemüse und Obst. Mit Freunden kletterte ich verbotenerweise auf Kirschbäume und aß rohe Holunderbeeren, um zu testen, ob man davon Bauchweh bekommt. Die Feuerbohnenkerne hielt ich, wie alle anderen, für kleine Käfer und der Löwenzahn war angeblich hochgiftig und nur als "Ringelblume" zu verwenden. Dafür erkannte ich Sauerampfer und naschte davon regelmäßig auf meinen Streifzügen.

Geprägt von diesem Idyll, welches ich als Lehrerstochter ohne viel Mühsal und Kinderarbeit entdecken durfte, wuchs in mir der Wunsch, einen grünen und vor allem praktischen Beruf zu ergreifen.

Als junger Mensch empfand ich aber dann alles Heimische als altbacken und langweilig. Den Wert dessen, was ich erlebt und erfahren hatte, konnte ich damals noch nicht wertschätzen. Kartoffelfeuer und Kürbisfelder waren ein gewöhnlicher Anblick. Mich zog es in die Ferne bis nach Indien.

Nach meinem Indientrip wurde es ernst mit einer Berufsausbildung. Ich bewarb mich als Gärtnerin. Die Reaktion meiner Eltern: Mama: "Kind, warum studierst Du nicht, wir schaffen das schon irgendwie." Papa: "Mach mal ne Lehre, was praktisches ist immer gut!".

Letztlich habe ich dann beides gemacht, erst die Lehre in der "Gartenbauversuchsanstalt" in Bamberg. Genau gesagt hieß diese Anstalt damals "Amt für Landwirtschaft und Gartenbau, Abteilung Gartenbau mit Versuchs- und Lehrwirtschaft". Heute gehört die Einrichtung zur Bayerischen  Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Dort habe ich gesehen, wie Versuchsfelder angelegt und die Ernten ausgewertet werden, da immer wieder Versuche im Auftrag des Bundessortenamts getätigt wurden.

Im Anschluss habe ich dann in Witzenhausen studiert. Ich wollte ja nach der Erfahrung in Indien unbedingt wieder ins Ausland, bzw. genauer gesagt in die Entwicklungshilfe. In Witzenhausen, welches zur Universität-Gesamthochschule Kassel gehörte, konnte ich Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt "Spezielle Systeme der Pflanzenproduktion an tropischen und subtropischen Standorten" studieren.  Für meine Diplomarbeit fuhr ich dann bis nach Sri Lanka an eines der großen internationalen Agrarforschungsinstitute (International Irrigation Management Institute, Colombo). Untergebracht war ich bei Bauern. So konnte ich nicht nur die Erhebungen für meine Diplomarbeit machen, sondern auch sehen, wie sie all die leckeren Chilis, Reis, Brinjols, Ladyfingers und vieles mehr anbauten.

Während des Studiums und danach jobbte ich immer wieder in verschiedenen Gärtnereien, um ein wenig Taschengeld zu haben. So verlernte ich wenigstens nicht das Pikieren und das Topfen. Als studentische Hilfskraft durfte ich Fachführungen durch das Gewächshaus für tropische Nutzpflanzen in Witzenhausen leiten. Innerhalb von einer Stunde ist es dort möglich, von den Subtropen ins tropische Tiefland und tropische Hochland zu wechseln. Gerne ließ ich stark geschminkte Schülerinnen unter Bananen und Palmen solange schwitzen, bis der Kajal tropfte. Am liebsten waren mir Dritt- und Viert-Klässler, die sogen alles auf, was ich ihnen über Kaffee, Tee und Kakao erzählte.

Mit zwei Berufen (Gemüsegärtnerin und Agraringenieurin) in der Tasche sollte ich meinen Eltern nicht mehr auf derselben liegen. Also ein Broterwerb musste her. Von meiner Berufung konnte ich nicht leben und auf Dauer bietet auch die Entwicklungshilfe kein Auskommen.

Schweren Herzens entschloss ich mich, noch einmal die Schulbank zu drücken. Ich machte eine Umschulung zur Kauffrau mit diversen Zusatzqualifikationen. Seit 20 Jahren verdiene ich mein Brot nun am Bau. Und um dem alltäglichen Betongrau etwas Lebendiges entgegenzusetzen, gebe ich in meiner Freizeit Kurse zur Saatgutgewinnung, schreibe oder fotografiere für meine Internetseite und Zeitschriften.

Warum ich mich mit Alchemie beschäftige und damit riskiere in eine esoterische Ecke gestellt zu werden

VorangestelltAlchemie scheint seit mindestens 120 Jahren ganz schön in Verruf geraten, oder anders gesagt durch heute wissenschaftlich genannte Forschungsmethoden aus der Welt gedrängt worden zu sein.

Dabei haben genau ihre Anhänger den Boden für die moderne Forschung in vielen Bereichen (Biologie, Pharmazie) bereitet in dem sie akribisch und eben sehr systematisch experimentierten und ihre Ergebnisse (teils nur für sich selbst, also geheim) dokumentierten.

Das Experiment ist das eine Fundament der Alchemie!

Das Andere ist ein "ganzheitliches" aber nicht einheitliches Philosophiegebäude. Alchemisten waren (und sind) Philosophen, sie such(t)en eben auch auf geistiger Ebene nach Zusammenhängen um sie dann mit Experimenten zu untermauern.

Und genau das macht für mich diese –ich nenne es mal- "Methode" so interessant!

Die Alchemie an sich gibt es dabei nicht als kongruentes in sich stimmiges Lehrgebäude und das war sie auch noch nie. Denn jeder "Follower" (bzw. Adept) interpretierte und definierte den alchemistischen Fachjargon für sich. Ihre Adepten beschäftigen sich mit "Prinzipien", etwa der Dualität, der Trinität und rhythmischen Vorgängen oder den Übergängen zwischen den Prinzipien. (heute würde man vielleicht Qualitäten sagen). Es sind Erklärungs- und Vereinfachungsversuche für die in der Umwelt beobachteten Phänomene.

Inspirierte GeisterAnhänger der Alchemie holen sich also über die Alchemie Inspiration.

Bei vielen großen Geistern (!) weiß man, dass sie sich mehr oder weniger offen mit Alchemie beschäftigt haben dass, ihre Erkenntnisse davon beeinflusst wurden oder dass sie sich Anregungen aus alchemistischen Schriften geholt haben müssen, weil man die Ähnlichkeiten mit ihren Artikeln erkennt.

Leider bin ich kein großer Geist, eher ein kleines Licht, aber ich lasse mich von alten und auch zum Teil überholten alchemistischen Gedanken inspirieren, also begeistern. Schließlich ist es in der Wissenschaftsgeschichte schon oft vorgekommen, dass als "spinnert" abgetane Vermutungen doch irgendwann bewiesen werden konnten und dass Forscher rehabilitiert werden mussten.

Außerdem glaube ich, dass gerade die Dialektik ebenfalls eine gute Methode ist um neue Erkenntnisse zu erlangen. Unter Dialektik versteht man ja das Zerlegen von Sachverhalten um die einzelnen Ansichten gegenüberzustellen, bzw. abzuwägen und sie im Anschluss wieder –zu etwas neuem- zusammenzuführen.

So ähnlich eben wie in der Alchemie, wo im Experiment aus dem Stoff (oder der Pflanze) die vier klassischen "Elemente" herausdestilliert und die Rückstände verascht werden um sie in der sogenannten Chymischen Hochzeit wieder zu vereinigen: Solve et coagule (löse und binde). Deswegen finde ich es auch in Ordnung, wenn ich z.B. Düngeelemente erst mal einzeln betrachte, wohl wissend, dass nur eine ausgewogene ganzheitliche und "lebendige" Düngung Pflanzen und Boden gesund erhält.

Übrigens stammen viele Symbole, welche heute ganz selbstverständlich von Botanikern verwendet werden ursprünglich aus der Alchemie und insbesondere aus der Sterndeuterei!

Folglich hat man diesen "Künsten" soviel Bedeutung beigemessen, dass man ihre Symbole und damit auch ein wenig ihre Deutungsweisen übernommen hat:

 Botanische Symbole und alchemistische Entsprechungen

Warum ich mich mit konventioneller Pflanzenzüchtung beschäftige und damit riskiere als Verfechterin des chemisch-(gen-)technischen Agrobusiness abgestempelt zu werden

Ganz einfach, weil sich viele wissenschaftlichen Grundlagen des biologischen Landbaus nicht von denen des Konventionellen unterscheiden. Manch althergebrachte Methode in der Züchtung (z.B. die klassische 

Massenauslese) wird von allen Seiten verwendet.

Pflanzenwissenschaftliche Erkenntnisse kann man, meiner Ansicht nach, nicht einfach ignorieren! Wohl aber anders interpretieren!! Und damit gegebenfalls sogar anders bewerten und ggf. ablehnen!!!

Ganz wichtig wird die Interpretation, bzw. die eigene Bewertung von Sachverhalten, wenn es um gesetzliche Vorgaben geht. Und hier spielen die international getroffenen UPOV-Abkommen eine große Rolle vorallem was eine Behinderung von Biodiversität angeht.

So kann man sehr viel Wissen auch auf den Seiten des Bundessortenamtes, des Bundesverbands Deutscher Pflanzenzüchter e.V. oder gar auf den Seiten der UPOV nachlesen (Union internationale pour la protection des obtentions végétale. Auf deren Seiten konnte ich noch nicht einmal ein Impressum finden).

Natürlich werden fundierte Kenntnisse auch vom ökologischen Lager veröffentlicht. Hier finde ich die Seiten von den Anbauverbänden, wie etwa demeter oder Vereinen, wie etwa KULTURSAAT e.V.  und Informationsportalen, wie etwa Ökolandbau.de und die Anbaurichtlinien der großen Bio-Verbände sehr hilfreich.