Warum ich dich anspreche

Genau Dich Hobbygärtner, Balkon- oder Stadtgärtner, SoLaWi-Anhänger, Friday-for-Future-Kid oder Ökofreak, Selbstversorger oder Kleingärtner sowie Obst- und Gartenbau-Vereinsmitglied

möchte ich dazu befähigen, dein eigenes Saatgut zu ernten oder sogar deine eigene Haussorte auszulesen und zu erhalten, damit Du Deine Nahrungssouveränität behütest.

Deswegen erfährst Du hier alles über Gemüsepflanzen was Du wissen solltest, um ein Stück weit autark zu werden: also unabhängig von Samenvertreibern und –züchtern, die Methoden anwenden, die Du vielleicht ablehnst.

Du findest hier sachlich fundierte Informationen gepaart mit Erfahrungswissen rund um die Vermehrung von Gemüsepflanzen und Kräutern. Bereits 13 Pflanzenfamilien und mehr als 13 Gemüsepflanzenporträts sind von mir detailliert beschrieben und hier hochgeladen.

Weitere Gemüsearten sind in meinem Buch "Gemüsesamen selbst gezogen" erklärt. Aber auch hier auf www.coras-garten.de werde ich nach und nach weitere Gemüsearten darstellen. Es lohnt sich also immer mal wieder reinzuschauen oder meinen Newsletter zu bestellen. 

Alles was Du dazu brauchst ist

  • ein wenig Erde
  • große Leidenschaft
  • fundiertes Wissen
  • und eine Portion Mut.

Allerdings verkaufe ich nichts, auch kein Saatgut. Ich denke, nur, wenn ich nichts verkaufe, bleibe ich wirklich unabhängig. Deswegen besorge Dir bitte Dein Saatgut bei anderen.

Die Erde kann ich Dir ebenfalls nicht beschaffen, aber selbst ein Blumentopf kann ein Anfang sein!

Bei allem Anderen helfe ich Dir:

Deine Leidenschaft möchte ich mit vielen von mir selbst aufgenommenen Fotos wecken.

Und das nötige Wissen möchte ich Dir mit Anbau- und Kulturanleitungen vermitteln, welche die Vermehrung der Gemüsepflanze aus wissenschaftlicher, praktischer aber auch aus esoterischer Sicht erklären.

Dabei überlasse ich es Dir, welcher Philosophie Du folgen magst, also welche Tipps Du für Deinen Nachbau und Deine eigene Auslese beherzigst.

Du musst also nur noch den Mut aufbringen, ein paar Quadratmeter von Deinem Garten oder Deinen Balkon zu Deinem Experimentierfeld zu machen.

Warum Alchemie und Pflanzenzüchtung?

Warum ich mich mit Alchemie beschäftige und damit riskiere in eine esoterische Ecke gestellt zu werden

Das möchte ich voranstellen: Ich versuche klar zu trennen zwischen nach heutigen Maßstäben gesicherten Erkenntnissen und solchen die esoterisch anmuten. Ich möchte es jedem selbst überlassen, sich sein Bild von der Welt, der Natur, den Pflanzen und der Evolution zu machen.

Alchemie scheint seit mindestens 120 Jahren ganz schön in Verruf geraten, oder anders gesagt durch heute wissenschaftlich genannte Forschungsmethoden aus der Welt gedrängt worden zu sein.

Dabei haben genau ihre Anhänger den Boden für die moderne Forschung in vielen Bereichen (Biologie, Pharmazie) bereitet, indem sie akribisch und eben sehr systematisch experimentierten und ihre Ergebnisse (teils nur für sich selbst, also geheim) dokumentierten.

Das Experiment ist das eine Fundament der Alchemie!

Das Andere ist ein "ganzheitliches" aber nicht einheitliches Philosophiegebäude. Alchemisten waren (und sind) Philosophen, sie such(t)en eben auch auf geistiger Ebene nach Zusammenhängen, um sie dann mit Experimenten zu untermauern.

Und genau das macht für mich diese, ich nenne es mal, "Methode" so interessant!

Die Alchemie an sich gibt es dabei nicht als kongruentes in sich stimmiges Lehrgebäude, und das war sie auch noch nie. Denn jeder "Follower" (bzw. Adept) interpretierte und definierte den alchemistischen Fachjargon für sich. Ihre Adepten beschäftigen sich mit "Prinzipien", etwa der Dualität, der Trinität und rhythmischen Vorgängen oder den Übergängen zwischen den Prinzipien, heute würde man vielleicht Qualitäten sagen. Es sind Erklärungs- und Vereinfachungsversuche für die in der Umwelt beobachteten Phänomene.

Inspirierte Geister ;-) Platon (der erste "Alchemist") (ca. 428 – 348 v. Chr.); Roger Bacon (ca. 1220 - 1292); Thomas von Aquin (1225 - 1274); Agrippa; Cornelius von Nettesheim (1486–1535); Paracelsus; = Theophrastus Bombastus von Hohenheim (ca. 1493 - 1541); Andreas Libavius (ca. 1555 – 1616); Robert Boyle (1627 - 1692); Isaac Newton (1642 - 1726); Georg Ernst Stahl (1659 - 1734); Joseph Pristley (1733 - 1804); Carl Wilhelm Scheele (1742 - 1786); Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832); Antoine Laurent de Lavoisier (1743 - 1794); Carl Friedrich Zimpel (1801 - 1879); Rudolf Joseph Lorenz Steiner (1861 - 1925); Carl Gustav Jung (1875 - 1961); Rudolf Hauschka (1891 - 1969); Manfred Junius (1929 - 2004)

Bei vielen großen Geistern (!) weiß man, dass sie sich mehr oder weniger offen mit Alchemie beschäftigt haben, dass ihre Erkenntnisse davon beeinflusst wurden oder dass sie sich Anregungen aus alchemistischen Schriften geholt haben müssen, weil man die Ähnlichkeiten mit ihren Artikeln erkennt.

Leider bin ich kein großer Geist, eher ein kleines Licht, aber ich lasse mich von alten und auch zum Teil überholten alchemistischen Gedanken inspirieren, also begeistern. Schließlich ist es in der Wissenschaftsgeschichte schon oft vorgekommen, dass als "spinnert" abgetane Vermutungen doch irgendwann bewiesen werden konnten und dass Forscher rehabilitiert werden mussten.

Außerdem glaube ich, dass gerade die Dialektik ebenfalls eine gute Methode ist um neue Erkenntnisse zu erlangen. Unter Dialektik versteht man ja das Zerlegen von Sachverhalten um die einzelnen Ansichten gegenüberzustellen, bzw. abzuwägen und sie im Anschluss wieder –zu etwas Neuem- zusammenzuführen.

So ähnlich eben wie in der Alchemie, wo im Experiment aus dem Stoff (oder der Pflanze) die vier klassischen "Elemente" herausdestilliert und die Rückstände verascht werden um sie in der sogenannten Chymischen Hochzeit wieder zu vereinigen: Solve et coagule (löse und binde). Deswegen finde ich es auch in Ordnung, wenn ich z.B. Düngeelemente erst mal einzeln betrachte, wohl wissend, dass nur eine ausgewogene ganzheitliche und "lebendige" Düngung Pflanzen und Boden gesund erhält.

Übrigens stammen viele Symbole, welche heute ganz selbstverständlich von Botanikern verwendet werden ursprünglich aus der Alchemie und insbesondere aus der Sterndeuterei!

Folglich hat man diesen "Künsten" soviel Bedeutung beigemessen, dass man ihre Symbole und damit auch ein wenig ihre Deutungsweisen übernommen hat:

Warum ich mich mit konventioneller Pflanzenzüchtung beschäftige und damit riskiere als Verfechterin des chemisch-(gen-)technischen Agrobusiness abgestempelt zu werden

Ganz einfach, weil sich viele wissenschaftlichen Grundlagen des biologischen Landbaus nicht von denen des Konventionellen unterscheiden. Manch althergebrachte Methode in der Züchtung (z.B. Auslese) wird von allen Seiten verwendet.

Pflanzenwissenschaftliche Erkenntnisse kann man, meiner Ansicht nach, nicht einfach ignorieren! Wohl aber anders interpretieren!! Und damit gegebenfalls sogar anders bewerten und ggf. ablehnen!!!

Ganz wichtig wird die Interpretation, bzw. die eigene Bewertung von Sachverhalten, wenn es um gesetzliche Vorgaben geht. Und hier spielen die international getroffenen UPOV-Abkommen eine große Rolle vorallem was eine Behinderung von Biodiversität angeht.

So kann man sehr viel Wissen auch auf den Seiten des Bundessortenamtes, des Bundesverbands Deutscher Pflanzenzüchter e.V. oder gar auf den Seiten der UPOV nachlesen (Union internationale pour la protection des obtentions végétale. Auf deren Seiten konnte ich noch nicht einmal ein Impressum finden).

Natürlich werden fundierte Kenntnisse auch vom ökologischen Lager veröffentlicht. Hier finde ich die Seiten von den Anbauverbänden, wie etwa demeter oder Vereinen, wie etwa KULTURSAAT e.V.  und Informationsportalen, wie etwa Ökolandbau.de und die Anbaurichtlinien der großen Bio-Verbände sehr hilfreich.