Samengärtnerei im November

Zur Samenernte stehen an:

Alle im Haus gut nachgereiften Früchte (Beeren), die bisher noch nicht ausgepult wurden: z.B Mexico-Gurken, Horngurken, Feldgurken, Chili, Physalis, Auberginen, Äthiopischer Nachtschatten, Kürbisse und Zucchini. Die ausgeschabten, ggf. gewaschenen Samen sollten auf beschrifteten Filterpapier durchtrocknen, damit man die einzelnen Arten (und ggf. Sorten) sicher auseinanderhalten kann. Bei mir durften die Beeren erst in der Speisekammer und dann im Heizungsraum nachreifen. Nachreifen sollten nur Beeren, die an der Pflanze ihre endgültige Größe erreicht haben und schon teilweise ihre Reifefarbe zeigen. Hin und wieder musste ich faule und geschimmelte Früchte aussortieren. Insgesamt ist es aber erstaunlich, wie lange Beeren halten können.

Vor den ersten ordentlichen Bodenfrösten müssen auch die letzten Kapseln und Früchte des Eiskrauts, des Neuseeländer Spinats und von Kapuzinerkressen ins Warme geholt werden.

Im Ziergarten lassen sich vielleicht noch Samen von spät gereiften Sonnenhüten (Echninacea purpurea), Nachtkerzen, Wermut und Astern, als auch von Tabak ernten. Aber nur, wenn diese nicht durch nass-feuchte Witterung über längere Zeit schon an Keimkraft verloren haben. Falls doch nass geerntet werden sollte, sind die Samen zügig, aber bei moderater Temperatur (unter 26°C) zu trocknen. Sonst reißen die Samenhüllen.

Für die Überwinterung sollten ggf. ausgegraben und ins Winterlager gegeben werden:

Kohlköpfe, Karotten, Knollensellerie, Rote Beete

(Bonitur erfolgt vor der Überwinterung).

Auf dem Feld können überwintern:

Manche Kohlrabisorten (z.B. 'Superschmelz'), Pastinaken, Karotten, Grünkohl und Rosenkohl, Schnittsellerie, Petersilie, Feldsalat, Blatt- und Pflücksalate im 4 bis 6-Blattstadium.

(Bonitur erfolgt nach der Überwinterung im Frühjahr).

Beobachtete Gartentiere