2020: Pfingsten und die Pfingstrosen blühen. Ansonsten typisch kaltes aber trockenes Pfingstwetter (Regenrückblick Mai: es hat 40 l geregnet). Phänologisch zeigt mir bereits am 1. Juni die Hollunderblüte den Frühsommer an. Die schwere Gartenarbeit (Töpfe befüllen und bepflanzen) ist getan und ich kann mich dem Gießen und dem beim Wachstum Zuschauen widmen.

2019: Der Juni ist heuer trocken und heiß. So heiß, wie sonst nicht einmal der August. Es purzelt nur so neue Hitzerekorde. Zwar nicht in der Oberpfalz, aber auch hier klettert das Thermometer auf 33°C und wir haben die ersten tropischen Nächte (Temperatur sinkt nicht unter 20°C) durchschwitzt.

Aktuelle Arbeiten im Garten

Zur Samenernte stehen an;

Zum einen im Gemüsebeet Feldsalat und Postilein:

Feldsalat wer jetzt nicht erntet, dem geht er wild auf

Bei beiden können die kompletten Pflanzen ausgerupft und in Baumwolltaschen oder Bettwäsche getrocknet werden. Der beste Zeitpunkt dazu ist, wenn sich die Blattmasse zu vergilben beginnt und ausgereifte Samen deutlich zu erkennen sind, also die Pflanzen mit dem natürlichen versamen beginnen.

Auch die Mariendisteln, Schwarz- und Haferwurzeln geben nach und nach ihre Samen her.

Dazu zupft man morgens nachdem der Tau abgetrocknet ist die frisch aufgehenden Samenstände bei trockenem am besten sonnigen Wetter ab. Wer zu lange wartet, der erntet weniger, da gerade bei Wind die Schirmchen (Pappi) sich selbst verbreiten. Bei den Mariendisteln sind dicke Handschuhe und eine Rosenpräsentierschere hilfreich.

 

Zum anderen im Blumengarten können bereits erste Samen von Klatschmohn Papaver rhoeas und Mauersteinkraut Allyssum murale und Gänsekresse Arabis ssp. geerntet werden.

 

Direkt aus der Natur können der kleine Wiesenknopf (Pimpinelle) und teilweise schon der Natternkopf geerntet werden.

Es blühen und sollten somit nicht nur läusefrei, sondern ggf. auch isoliert gehalten werden:

Mitglieder der Doldenblütler, wie Karotten und Wilde Möhren, Pastinaken (die Wilden brauchen noch ein wenig), Sellerie und Durchwachs/Hasenohr. Die ersten Zwiebelgewächse wie A. giganteum, A. nigrum, A. fistulosum, A. vineale- und wilder Lauch A. ampeloprasum blühen ebenfalls. In hellblau blüht der Schabziger Klee und ebenfalls blau, um genau zu sein himmelblau, blühen die Salat-Zichorien und an den Straßenrändern die ersten Wegwarten aus derselben Gattung.

Salbei, Taglilien und Nachtkerzen müssen isoliert werden, wenn über mehrere Sorten gleichzeitig vermehrt werden sollen.

Wer nicht möchte, dass sich seine Türkischen Rauken unkontrolliert vermehren, der sollte sie jetzt stark zurückschneiden und unbedingt die Notreife von unreifen Samen unterbinden, indem die Samenstände verjaucht oder nach Trocknung verbrannt werden.

Im Ziergarten blühen evt. rote und weiße Vexiernelken, die sich kreuzen können.

Für eine Samenernte können ausgesät werden:

Feuerbohnen bis spätestens Anfang Juli. Die Samenernte wird dann aber sehr spät und nicht sehr üppig ausfallen.

Ich halte Aussaaten genau um die Sonnenwende herum für ungünstig. Ich meine jedes Jahr beobachten zu können, dass die Natur in dieser Zeit den Atem anhält. Damit meine ich, dass sie im Wachstum innehält bis die Zeit des Solstitium (lat. für Sonnenstillstand) vorbei ist. Für mich ist das die Zeit vom 10. bis zum 30. Juni.

Die Strünke von hoch geköpften Salaten (Lactuca sativa) können unter günstigen Bedingungen (Feuchtigkeit und anfängliche Beschattung) neue Knospen austreiben, die dann auch blühen können.

Mein Gartentier des Monats

03Aufheben Distelfink klaut Haferwurzelsamen
Ein Distelfink klaut mir alle Haferwurzelsamen