Januar ist der Monat des Verlesens, Abpackens und Beschriftens.

Aktuelle Arbeiten im Garten

Sortieren:

Was bis dato nur trocken und ggf. sogar ungereinigt aufgehoben wurde, muss nun spätestens aufbereitet werden:

D.h. noch einmal die Siebe schwingen und dabei gleich die "eigene Elite", also die größten, fettesten, optimalsten Samen einer Partie für sich selbst und gute Freunde zurückbehalten. Auf manch einem trockenen Dachboden kann man ja vielleicht sogar mittels eines Ventilators oder eines Föns windsichten. Ich mache diese "Sauerei" allerdings immer im Freien und gleich nach der Ernte.

Portinoieren:

Nun ist endlich auch mal genügend Zeit die bis dato in Schüsseln, Gläsern und Kaffeefiltern aufbewahrten Samen marktgerecht zu portionieren. Portionen für Erhalter sollten möglichst soviele "eigene Elite"-Samen enthalten, dass nach einer sanften Auslese wiederum genügend Pflanzen übrig bleiben um dauerhaft eine Inzucht zu vermeiden: Das sollten bei Fremdbestäubern optimaler Weise über 100 Samen sein (und damit hoffentlich um die 80 samentragende neue Pflanzen).

Bei großen Samen, etwa von Leguminosen, Mais und Kürbissen sollten die mind. 100 Samen zwischen einer Vermehrungsgemeinschaft verteilt werden, die bereit sind einen Teil ihres Saatguts wieder in den großen "gemeinsamen Topf" zurückzugeben.

Nun zum Abpacken des restlichen, sauberen und gesunden, normalen Saatguts:

Für Hobbygärtner ohne Interesse an Vermehrung können die Portionen wesentlich kleiner ausfallen, da es ihnen nur um den Verzehr geht.

Kennzeichnen:

Mindestens sollte man Art und Sorte, sowie Erntejahr des Saatguts auf die Tütchen schreiben.

Interessant ist auch der wievielte eigene Nachbau es ist (diesen drücke ich mit Generation, also G1, G2, G3... aus).

"Ehrlich währt am längsten" und deswegen gehören auch Hinweise auf die Packung, wie

"aus Wildsammlung",

"100 % sortenrein",

"freiabgeblüht, kann natürliche Kreuzungen enthalten" oder

"1. Wahl" oder "Eigene Elite, zur Erhaltung ausgelesen".