Vorfrühling Winterlinge

Winterlinge so früh wie noch nie

2020: Der Februar 2020 beginnt mit Unwetter und endlich Regen, .... mancherorts auch zu viel Regen und Überschwemmungen.

Ich bin froh, dass ich endlich die 500 Liter-Grenze gekappt habe. Damit meine ich, dass es laut meinem Regenmesser seit dem 01.04.2019 gerade mal 500 l /m2 geregnet hat.

Das Wetter lockt mich mit Wärme (um die 10°C) in den Garten. Die ersten Winterlinge blühen und ich denke an das noch nötige Umgraben.

In der Nacht vom 03. auf den 04. Februar folgt dann der erste Frühlingssturm mit stärkerem Regen (15l/m2  über Nacht).

Aktuelle Arbeiten im Garten

Planen:

Der Februar sollte der Monat der Planung sein. Dazu kann man sich folgende Fragen stellen:

  1. Wieviel Platz möchte ich für die Saatgutgewinnung herrichten und
    wieviel Gemüse möchte ich für die Küche ernten (Eine gewisse Überschneidung gibt es)?
  2. Auf welchen Beeten ist es ratsam eine Fruchtfolge einzuhalten?
  3. Welche zwei- und mehrjährigen Pflanzen können mir in dieser Saison Samen liefern?
  4. Muss ich vor Aussaat noch Kompost oder anderen Dünger verteilen und vertragen das meine geplanten Kulturen?

 

Einkaufen:

Da Februar landauf-landab die Zeit der Saatguttage, Saatbörsen und Samen-Tauschtage ist, ist er die richtige Zeit sich mit neuem Saatgut einzudecken. Aber bitte mit "Einkaufszettel" lostiegern, denn sonst kommt man mit viel zu viel nach Hause. Das ist nicht nur teuer, sondern auch schade, denn Saatgut altert!

Nach der Planung kommt also ein Blick in die eigenen Saatgutvorräte:

  1. Ist mein Samen noch keimfähig oder überaltert?
  2. Was möchte ich neu erwerben?
  3. Bin ich eher experimentierfreudig und neugierig oder geht es mir um den 100%igen Sortenerhalt?

Auch hier könnte man an die Anbieter (wenn sie aus dem Hobby- und Laienbereich kommen) Fragen stellen:

  1. Von welchem Erntejahr ist das angebotene Saatgut?
  2. Um welche Sorte handelt es sich und wurden mehrere Sorten der gleichen Art in räumlicher Nähe angebaut (was bei vielen Tomatenanbietern der Fall ist und ohne Maßnahmen eben nicht zu 100% Sortenreinheit fürht)?
  3. Um den wievielten eigenen Vermehrungszyklus handelt es sich, d.h. seit wieviel Generationen steht die Art oder die Sorte schon im eigenen Garten?
  4. An welchen Standort könnte sich die Art oder Sorte angepasst haben?

 

Es sollten im Winterlager kontrolliert werden:

Alles was auch im Januar beobachtet wurde muss weiter kontrolliert werden (Schimmel, Fäule).

Es können schon gesät werden bzw. gehen wild auf und sollten somit umgesetzt und gekennzeichnet werden:

Im Freien: Petersilie (ideal Schneesaat), Färberwaid, Puffbohnen (ich fange nicht so früh mit Letzteren an!)

Im Haus auf der Fensterbank: Keine Chili, keine Tomaten! Lasst die Finger davon auch wenn das warme Wetter reizt! Die Tage sind noch zu kurz, die Sonne zu schwach (vorallem hinter Dreifachverglasungen) und die Pflanzen vergailen, d.h. werden lang und dünn.

Außerdem werden diese subtropischen Arten in Punkto Wärme von Fensterbank und Gewächshaus von uns viel zu verwöhnt: Wie können sie sich da jemals an unser Klima anpassen.  Ich verlange ja nicht, dass sie über den Winter kommen, aber meine Tomaten müssen so robust sein, dass ihnen ein letzter Bodenfrost im Freien schon nichts mehr ausmacht. Ich geben ihnen also bewußt die Chance zu "lernen" und sich zu verändern.

Mein Gartentier des Monats

06P1260087
Buntspecht